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Ein geschlossener Laden verdient nichts. Deshalb verlegen wir Verkaufsflächen zwischen Ladenschluss und Öffnung: abends wird abgebaut, nachts gefahren, morgens steht die neue Fläche. Ladenbau, Warenträger, Kasse und Bestand behandeln wir dabei als vier verschiedene Aufgaben.

  • Nachtumzug, damit kein Verkaufstag ausfällt
  • Warenträger und Ladenbau demontiert und neu aufgebaut
  • Bestand in Warengruppen, sortiert statt durcheinander
  • Kassensystem zuletzt abgebaut, zuerst wieder angeschlossen

Der Ablauf einer Nacht

Sobald die Tür zugeht, beginnt der Abbau. Zuerst kommt die Ware in beschriftete Behälter, nach Warengruppen getrennt, denn genau so soll sie am neuen Ort wieder auf die Fläche. Dann folgen Warenträger, Regale und Ladenbau, zuletzt Kasse und Technik.

Am Zielort läuft es rückwärts: erst Technik und Kasse, damit sie hochfahren können, dann der Ladenbau, zuletzt die Ware. Wenn Sie morgens kommen, steht die Fläche und Ihr Team räumt nur noch das Feintuning ein.

Verkaufsfläche mit Warenträgern und Regalen

Ladenbau ist nicht gleich Ladenbau

Systemregale lassen sich zerlegen und wieder aufbauen, Tischlerarbeiten oft nicht ohne Schaden. Wir sehen uns vorher an, was zerstörungsfrei demontierbar ist und was besser stehenbleibt. Bei individuell gebauten Tresen ist es manchmal wirtschaftlicher, sie zurückzulassen und am neuen Ort neu bauen zu lassen, als sie zweimal zu zerlegen.

Was mit der alten Fläche passiert

Die meisten Mietverträge verlangen den Rückbau in den ursprünglichen Zustand. Wir räumen die Fläche leer, entfernen Einbauten und übergeben besenrein. Was noch Wert hat, rechnen wir gegen. Alte Ladeneinrichtung findet erstaunlich oft einen Abnehmer, wenn sie vollständig und in gutem Zustand ist.

Inventur vor dem Umzug

Ein Ladenumzug ist der natürliche Zeitpunkt für eine Inventur, weil ohnehin jedes Stück einmal in die Hand genommen wird. Wer das nutzt, spart doppelte Arbeit: Was gezählt und erfasst ist, kann direkt verpackt werden, und Ladenhüter fahren gar nicht erst mit.

Praktisch heißt das: Erfassen Sie in den Tagen vor dem Umzug, reduzieren Sie den Bestand über einen Abverkauf, und übergeben Sie uns nur, was wirklich mit soll. Jede Kiste weniger verkürzt die Nacht.

Schaufenster, Beschriftung und Technik

Schaufensterdekoration und Beschriftung sind selten transportfähig. Folienbeschriftung lässt sich nicht wiederverwenden, Displays aus Pappe überstehen einen Umzug selten. Planen Sie beides am neuen Standort neu ein, statt Zeit in den Abbau zu stecken.

Anders bei der Technik: Kassensystem, Warenwirtschaft, Kartenterminal und Alarmanlage müssen laufen, bevor verkauft wird. Der Kartenterminal-Anbieter braucht oft mehrere Tage Vorlauf für die Ummeldung, das wird regelmäßig vergessen und führt dann dazu, dass am Eröffnungstag nur Bargeld angenommen werden kann.

Die Alarmanlage ist der zweite Klassiker: Sie muss am neuen Standort neu aufgeschaltet werden, sonst steht die Ware über Nacht ungesichert.

Kundschaft mitnehmen

Der Umzug ist logistisch das eine, die Kundschaft das andere. Wer nur ein paar Straßen weiter zieht, verliert trotzdem Laufkundschaft, wenn niemand davon weiß. Ein Hinweis im Schaufenster der alten Fläche, ein Aushang und die Aktualisierung des Google-Eintrags sind das Mindeste.

Den Eintrag bei Google sollten Sie am Umzugstag selbst ändern, nicht früher und nicht später. Wird die neue Adresse zu früh eingetragen, stehen Kunden vor verschlossenen Türen, wird sie zu spät geändert, fahren sie zur alten Fläche.

Das fragen uns Kunden am häufigsten

Muss der Laden wirklich keinen Tag schließen?

Bei überschaubaren Flächen bis etwa 150 Quadratmeter reicht eine Nacht. Bei größeren Läden planen wir zwei Nächte und ziehen abteilungsweise um.

Wie kommt die Ware sortiert an?

Wir packen nach Warengruppen und beschriften entsprechend. Am neuen Ort geht die Ware gruppenweise auf die dafür vorgesehene Fläche.

Können Sie den Ladenbau abbauen?

Systemregale und Standardwarenträger ja. Bei Tischlerarbeiten sehen wir vorher nach, ob eine zerstörungsfreie Demontage möglich ist.

Wer kümmert sich um Kasse und Netzwerk?

Den Transport übernehmen wir, das Anschließen macht Ihr Dienstleister. Wir bauen die Kasse zuletzt ab und stellen sie zuerst wieder auf.

Übernehmen Sie den Rückbau der alten Fläche?

Ja, inklusive Entfernung der Einbauten und besenreiner Übergabe. Verwertbares rechnen wir gegen den Preis.

Können Sie den Warenbestand versichert transportieren?

Für den Transport haftet jeder Spediteur nach § 451e HGB, wir also auch. Diese gesetzliche Grenze reicht bei teuren Beständen selten aus: Dann schließen wir für den Termin eine zusätzliche Deckung ab und brauchen dafür vorher den Warenwert.

Was ist mit Kühltheken im Lebensmittelhandel?

Die behandeln wir wie Gastronomietechnik: zuletzt abschalten, zuerst wieder anschließen, Anschlussarbeiten durch den Fachbetrieb. Der Warenbestand fährt in Kühlbehältern.

Angebot für Ihren Umzug

Beschreiben Sie kurz, was ansteht. Bei ungewöhnlichen Stücken hilft ein Foto am meisten.